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Urkundlich wurde die Siedlung Feldkirch, das heutige Altenstadt, um die Mitte des 9. Jahrhunderts erwähnt. Südlich dieser Siedlung gründete Graf Hugo I. von unterhalb der Schattenburg einen neuen Ort, der 1218 als Stadt genannt wurde.
Seit dem Niedergang der montfortschen Herrschaft war die Geschichte Feldkirchs eng mit Österreich verbunden. Die Vogtei Feldkirch wurde von österreichischen Vögten verwaltet. Seit der Mitte des 16. Jahrhunderts war Feldkirch Hauptort der landständischen Versammlungen des Vorarlberger Landtags. Feldkirch wurde häufig von Stadtbränden oder Überschwemmungen heimgesucht, zuletzt 1910. Die Stadt ist Pflegestätte humanistischen Gedankenguts seit dem 15. Jahrhundert.
Man nennt Feldkirch auch „Studierstädtle“. Seit 1416 bestand hier eine Lateinschule, 1649—1773 betreuten die Jesuiten ein Gymnasium. 1856 wurde das berühmte Jesuitenkolleg „Stella Matutina“ gegründet, das heute als Landeskonservatorium dient. In der Stadt gibt es eine PädAkademie und eine Handelsakademie. Eine vielfältige Industrie hat sich am Stadtrand angesiedelt. Im Jahr 1925 wurden die Gemeinden Altenstadt, Tosters und Tisis eingemeindet, um der durch Hügel ohnehin eingeengten Stadt mehr Entwicklungsraum zu geben.
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Den Rundgang sollte man mit einem Gang um dieStadtbefestigung einleiten. Reste dieser Anlage sind besonders gut zu sehen, wenn man den Rundgang am Hirschgraben beginnt: Der stattliche Katzenturm (1491) verdankt seinen Namen den „Katzen“ genannten Kanonen, die im Turm aufbewahrt wurden. Es folgen das schöne Churertor , der Wasserturm an der Ill, der Pulverturm und das Mühletor . Das Bludenzer Tor wurde 1850 abgerissen.
Bei diesem Rundgang gelangt man auch unter die mächtige Schattenburg . Mit dem Auto kommt man zu ihr über die etwas enge Burggasse, zu Fuß über die Treppen des Schloßsteiges. Nach mehreren Veränderungen vor allem Anfang des 15. Jahrhunderts und im 17. Jahrhundert blieb die Burg unversehrt und bietet somit ein gutes Beispiel einer großen Dynastenburg. Sie wurde als eine der Stammburgen des Geschlechtes der Montforter durch Graf Hugo (1188—1228) begründet, kam 1390 in den Besitz des Hauses Habsburg und war Anfang des 15. Jahrhunderts Sitz der Vogteiherrschaft Toggenburg. Im Dreißigjährigen Krieg wurde sie einschließlich der Stadt 1647 von den Schweden in Besitz genommen. 1812 wurde die stolze Burg versteigert, sie ging an einen Handwerksmeister, der die Erlaubnis erhielt, die Burg zu „demolieren“. Später wurde sie ein Armenhaus. Heute wird sie sukzessive restauriert und dient als lebendiges Heimatmuseum.
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